Heute war der zweite Tag zu Hause nach unserem Camping-Kurzurlaub mit gleichgesinnten Familien. Es war eine wunderschöne Erfahrung und ich möchte dir, wenn du nicht dabei sein konntest, gerne einen kleinen Einblick in unser 4-tägiges Gemeinschaftsleben geben.

Vielleicht kannst du so auch besser einschätzen, ob du an zukünftigen Familienfreizeiten interessiert bist, denn spätestens jetzt ist klar: So etwas MUSS und WIRD es wieder geben! 🙂

Montag

Am Montag den 12. Juni 2017 fuhren mein Mann und ich mit unseren zwei Kindern und einem voll gepackten Auto erst noch Lebensmittel einkaufen und dann auf die Autobahn in Richtung Karlsruhe. Am Morgen war der Himmel noch bewölkt gewesen aber nach kurzer Zeit kam schon die Sonne heraus, die uns noch den ganzen Kurzurlaub über erfreuen sollte.

Wir kamen etwas später in Friedrichstal am Pfadfinderheim an, als geplant und daher waren einige Familien bereits dabei, ihre Zelte auf der großen Wiese vor dem Haus aufzubauen.

Insgesamt waren wir 12 Mamas, 4 Papas und 15 Kinder im Alter von 4 Monaten bis 3,5 Jahren. Für viele der Familien  (wie auch für uns) war es das erste Mal Zelten mit Kind.

Nachdem die meisten Zelte aufgebaut waren und ein paar Familien sich die Zimmer im Haus eingerichtet hatten, trafen wir uns zu einer kurzen Kennenlernrunde. Erdbeeren essend stellten wir uns vor und gaben durch die Frage: „Was würdest du machen, wenn du mal wieder einen Tag komplett Zeit für dich alleine hättest?“ einen Einblick in unsere jeweiligen Interessen (Musik machen, lesen, tanzen, dicht gefolgt von schlafen, reisen oder einfach mal nichts tun ;-)).

Anschließend wurden die restlichen Zelte aufgebaut, das Abendessen gekocht und zwischendurch wie immer viel gestillt, abgehalten oder Kinder in den Schlaf getragen.

Nach dem Essen verkrochen sich die ersten in ihre Zelte oder ins Haus, um die Kinder schlafen zu legen. Nachdem es erst einmal recht leer auf der Zeltwiese wurde, kamen so nach und nach wieder einige heraus, weil die Kinder beschlossen hatten, doch nicht zu schlafen. So wurden wir noch eine kleine gemütliche Runde, sangen leise ein paar Abendlieder mit Gitarrenbegleitung und es brannte letztlich sogar noch das Lagerfeuer.

Zufrieden kroch ich abends zu meiner Kleinen in den Schlafsack und versuchte zu schlafen.

Dienstag

So richtig gut gelang mir das Schlafen leider nicht und am Dienstagmorgen erfuhr ich auch von ein paar anderen Mamas, dass die Nacht eher kühl und unruhig gewesen war. Andere berichteten davon, ihr Kind hätte so gut geschlafen wie sonst selten!

Zum Frühstück trafen wir nach und nach im Haus zusammen, manche schon recht früh, andere erst später. Bei Müsli oder Brot lernten wir uns besser kennen und konnten uns über unseren Alltag austauschen.

Der Morgen lief recht gemütlich ab und durch die unterschiedlichen Aufwach- und wieder Schlafenszeiten der Kinder bildeten sich zeitweise mehrere kleine Grüppchen auf den einzelnen Picknickdecken.

Am Nachmittag machten wir uns dann jedoch fast alle zusammen auf in Richtung Baggersee. Dort verbrachten wir ein paar sonnige Stunden mit planschen, im Sand spielen und weiteren Gesprächen.

Auch an diesem Abend gab es nach dem Abendessen wieder ein Lagerfeuer, aber die meisten Kinder wurden heute erschöpft von der frischen Luft und dem aufregenden Tag etwas früher ins Zelt begleitet.

Mittwoch

Der Mittwochmorgen verlief wieder ähnlich. Die Sonne strahlte unermüdlich vom Himmel und wir zogen mit unseren Picknickdecken von Schattenplatz zu Schattenplatz. In einem Planschbecken konnten die Kinder sich abkühlen und spielen.

Nach dem Mittagessen ging eine Gruppe zu einem nahegelegenen Vogelpark und hatte dort ihren Spaß. Andere blieben am Zeltplatz und vergnügten sich dort. Zwischendurch packte ich nochmal die Gitarre aus und wir machten ein bisschen Musik. Meine kleine Tochter schlief nach dem Einschlaf-Tragen meistens zufrieden in der zwischen zwei Bäumen gespannten Hängematte ein.

Die „Große“ war ständig unterwegs mit anderen Kindern und genoss das Gemeinschaftsleben total.

Nach dem Abendessen machten wir an diesem letzten Abend dann noch Stockbrot über dem Lagerfeuer. Das war sehr lecker und die schöne Stimmung lud ein, uns weiter auszutauschen, über unerzogen, bedürfnisorientiertes Aufwachsen, Ernährung, Fremdbetreuung, stillen…

Es war spürbar, dass es allen gut tat, sich mit Gleichgesinnten ausführlich und in Ruhe darüber zu unterhalten.

Donnerstag

Und dann war auch schon Donnerstag und damit unser letzter Urlaubstag angebrochen. Vormittags philosophierten wir über Arbeitsmöglichkeiten von Müttern, die in ihrer Familie bedürfnisorientiert leben möchten. Außerdem ging es ums Reisen, Entrümpeln, aber auch um die Themen alternative Schulformen, bzw. Freilernen.

Nach dem Mittagessen begannen wir mit dem Zelte abbauen und aufräumen/putzen der Hauses. Bevor die ersten abreisen mussten, trafen wir uns noch einmal unter dem schattigen Kirschbaum in einer gemeinsamen Runde und sangen zum Abschluss ein paar Lieder. Schon jetzt fingen wir an zu überlegen, wann und wo wir uns das nächste Mal treffen könnten.

Denn dass es ein nächstes Mal geben sollte, darin waren wir uns einig.

Nicht nur uns Erwachsenen hat die Zeit gut getan, auch die Kinder genossen die Tage in der Natur. Einige von ihnen machten große Entwicklungssprünge! Meine 17 Monate alte Tochter hat in diesen vier Tagen mindestens vier neue Wörter gelernt. (Dattel, Suppe, Trage, Hause (nach Hause) ;-)) und es kommen gerade täglich welche dazu.

Und so geht es weiter…

Über Facebook haben wir uns noch am selben Abend darüber ausgetauscht, wie komisch es ist, wieder zu Hause zu sein und dass wir am liebsten das Zelt gleich wieder im Garten aufstellen würden. Inzwischen werden weitere Urlaubsplanungen konkreter…

Ich bin total dankbar über diesen schönen Kurzurlaub, von dem ich schon seit ein paar Jahren träumte. Das Wetter hat super mitgespielt (erst beim allerletzten Einpacken hat es dann angefangen zu regnen!) und es war so schön, die Energie einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu spüren. Denn auch wenn wir uns mit unserem alternativen Weg im Alltag manchmal alleine fühlen (auf der Heimfahrt im Zug wurde eine Teilnehmerin direkt wieder komisch angeschaut, weil sie ihren Sohn stillte!), so wissen wir doch: Wir sind nicht alleine. Und: Wir sind auf dem richtigen Weg!

Daher freue ich mich auf viele weitere schöne Begegnungen und Urlaube, die noch folgen werden und hoffe, dass auch du Lust bekommen hast, beim nächsten Mal mit dabei zu sein.

Ende Juli treffen wir uns übrigens für eine Woche Campingurlaub an der Mecklenburger Seenplatte. Es sind noch Plätze frei!

Wenn du schöne Plätze kennst, die sich für einen Familienurlaub eignen, freue ich mich, wenn du mir in den Kommentaren davon berichtest!

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Bericht vom ersten Öko-Familien Kurzurlaub in Stutensee
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