Da ich immer wieder danach gefragt werde, folgt hier ein kleiner Bericht unserer diesjährigen Familien-Gemeinschaftsurlaube, sowie dem Freilernertreffen in Stutensee. Wird es 2020 wieder Familiencamps geben? Auch dazu erzähle ich dir meine Gedanken.

Familiencamps

Ich freue mich, dass ich dieses Jahr auf sehr schöne und harmonisch verlaufende Familiencamps zurückblicken kann.

Wir hatten wieder großes Glück mit dem Wetter! Teilweise war es sehr heiß, sodass Plantschbecken und Rasensprenger oft in Aktion waren und wir auch einige Ausflüge zum See machen konnten. Auch im September hatten wir noch viel Sonne, nur die Nächte zum campen wurden etwas frischer.

Viele Familien durfte ich dieses Jahr bei den Urlauben kennenlernen oder wiedersehen und ich denke gerne an jede einzelne zurück.

Neben den gemeinsamen Ausflügen zum See, Vogelpark oder Spielplatz, gab es wieder Zeiten, in denen einzelne Personen Workshops und Gesprächskreise anbieten konnten. Hier entstanden einige richtig schöne und gut besuchte Runden.

Spontan fallen mir ein: das Angebot eines Auffrisch-Workshops „Erste Hilfe am Kind„, bei dem uns nochmal die wichtigsten Techniken zur Wiederbelebung von Kindern ins Gedächtnis gerufen wurden.

Außerdem gab es Frauenkreise, eine Montessori Gesprächsrunde, ein Gesprächskreis zum Thema „einfach und nachhaltig leben„. Wir tauschten uns aus über plastikfrei, selbstgemachtes, entrümpeln, Minimalismus und mehr.

Außerdem gab es eine Gesprächsrunde zum Thema Alltags-Organisation zwischen Haushalt und Kinderbetreuung.

Im September gab es noch die Angebote Mandala aus Naturmaterialien gestalten, Traumfänger basteln, Sauerteigbrot herstellen und Malen mit Naturfarben.

Zwischendurch fuhren wir zum See, machten häufig am Abend Feuer, sangen, musizierten und spielten. Im September hatten wir auch ein großes Trampolin auf der Wiese, auf dem sich die Kinder gerne vergnügt haben.

Das Freilernertreffen

Das Freilernertreffen besuchten auch einige Familien, manche nur als Tagesbesucher. Die meisten Teilnehmer hatten kleine Kinder, die noch nicht schulpflichtig waren, interessierten sich aber für Freilernen und alternative Schulen.

Als Inspiration hatte ich einen Internet Live-Call mit Simone aus Italien organisiert. Sie berichtete von ihrer Vision eines Freilernerdorfes in Kalabrien. Wenn dich das interessiert, kannst du dir das Gespräch hier gerne noch anhören.

Außerdem gab es einen Live-Call mit Caroline von der Wildnisfamilie in Portugal und mit Julia, die uns vom Freilernerleben in Irland berichtete.

Zwischendurch gab es den Workshop „Karies, nein danke“ und den Bericht einer Familie, die als Freilerner im Elsass lebt.

Am Samstag berichtete eine andere Familie vom Leben und Reisen im Wohnmobil mit drei Kindern. Anschließend schauten wir uns den Film „Zwei Familien auf Weltreise“ an.

Auch die Filme CaRabA (ein neuer Spielfilm darüber, wie das Leben in Deutschland aussehen könnte, wenn es keine Schulpflicht mehr gäbe) und Schools of Trust“ (ein Dokumentarfilm über freie demokratische Schulen, den man übrigens auch auf Youtube findet!) wurden in kleinen Gruppen angeschaut. Da der Tag ausnahmsweise recht verregnet war, bot sich die gemütliche Kino-Stimmung im Haus an.

Rückblick aus Orga-Sicht

Wir hatten dieses Jahr jeweils einen Koch bzw. eine Köchin dabei, die uns lecker bekocht haben. Beim Abspülen musste jeder mal mithelfen, was auch ganz gut geklappt hat. Und auch das gemeinsame Aufräumen am Ende der Familiencamps lief ganz gut, auch wenn einige Familien dann doch immer recht schnell aufbrechen wollen. Auch beim letzten Familiencamp waren die meisten am letzten Vormittag schnell in alle Winde verweht, sodass wir beim Abschlusskreis nur noch mit einer anderen Familie gemeinsam zusammen saßen. Das war etwas schade.

Insgesamt ist es oft etwas mühsam, die komplette „Mannschaft“ für einen gemeinsamen Morgenkreis zusammenzutrommeln. Natürlich habe ich Verständnis dafür, dass man sich im Urlaub nicht stressen will und noch gemütlich frühstückt oder das Kind muss gerade gewickelt oder umgezogen werden… Trotzdem wäre es natürlich schön, wenn man beim Ausflug zum Spielplatz gemeinsam losgehen könnte und noch genügend Zeit dafür bliebe, bis es dann wieder Mittagessen gibt. Aber das ist bei so vielen Familien wohl einfach utopisch oder schwer, wenn man die Bedürfnisse aller einzelnen berücksichtigen möchte.

Es war auch von vielen das Interesse an weiterem Austausch oder Gesprächskreisen da, die dann doch nicht verwirklicht werden konnten, weil die Kinder einfach alle noch recht klein waren und eben auch ihre Aufmerksamkeit brauchten.

Ausblick auf 2020

„Gibt es nächstes Jahr auch wieder Familien-Gemeinschaftsurlaube?“, wurde ich in den letzten Monaten oft gefragt. Das zeigt mir auf jeden Fall, dass die Urlaube gelungen waren und dass auch weiterhin großes Interesse an Vernetzung und gemeinsamen Aktivitäten besteht.

Trotzdem kann ich noch nicht sagen, wie es nächstes Jahr mit den Urlauben weiter geht.

Ich brauche jetzt auf jeden Fall erst mal wieder einige Zeit, um mich auf meine anderen Projekte zu fokussieren. Vor allem das virtuelle Ökodorf möchte ich jetzt im Herbst/Winter realisieren, weil es mir sehr am Herzen liegt.

Ansonsten hätte ich auch Lust auf andere gemeinsame Aktivitäten an unterschiedlichen Orten. Gemeinsam einen Lehmofen auf einem Selbstversorgerhof bauen, thematisch unterschiedlich ausgerichtete Urlaubsgruppen, Selbermachen-Camp, Kitafrei-Festivals, zelten auf einem Waldjugendzeltplatz am Bach, Silvester auf einer Almhütte in den Bergen…

Oder Coworking Retreats oder Urlaube, bei denen man gemeinsam oder jeder für sich an seinen Projekten arbeitet, sich inspiriert, Mastermindrunden macht und sich mit der Kinderbetreuung abwechselt.

Was meinst du dazu?

Hast du coole Ideen für die nächsten Gemeinschaftsurlaube? Dann schreib mir doch eine Mail oder erzähl mir in den Kommentaren davon. Das würde mich sehr interessieren! 🙂

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Familien-Gemeinschaftsurlaube – Rückblick und Ausblick
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