Kooperation | Gegen Ende der Schwangerschaft mit meinem vierten Kind hatte ich Kontakt mit der Firma Mothers Finest. Ich hatte das Unternehmen schon seit vielen Jahren in meinem Artikel Essen nicht vergessen! – 6 Tipps zur Essensplanung für das Wochenbett verlinkt, denn ich finde, dass sie da ein ganz wundervolles Angebot für uns Mütter kreiert haben.
Gerade im Wochenbett, wo wir durch Stillen, Schlafmangel und den Heilungsprozess nach der Geburt einen erhöhten Energiebedarf haben, klappt es oft nicht, sich mit frisch gekochtem Essen gut zu ernähren. Denn selbst in der Küche stehen soll man ja noch nicht und es hat auch nicht jeder einen Partner oder Verwandte/Freunde, die Zeit und Lust haben, für einen zu kochen.
Da ist so ein Wochenbett-Lieferservice wirklich eine tolle Sache und ich finde auch ein ganz wundervolles Geschenk zur Geburt – doch dazu am Ende meines Artikels mehr.

Jetzt erstmal zurück zu meiner letzten Schwangerschaft. Da ich bereits kurz vor der Geburt stand, fragte ich bei Mothers Finest an, ob sie nicht Lust auf eine Kooperation hätten und mir ein Testpaket mit ein paar Gerichten für mein bevorstehendes Wochenbett zusenden wollten. Sie sagten zu und ich freute mich und erwartete ganz gespannt die Lieferung.
In diesem Blogartikel möchte ich nun meine persönlichen Erfahrungen mit den Mahlzeiten von Mothers Finest für euch aufschreiben. Dabei ist es mir wichtig, keinen Werbeartikel zu schreiben (und ich verdiene auch nichts daran, wenn ihr dort bestellt! ;-)), sondern meine ehrliche Meinung und praktische Erfahrung mit euch zu teilen.
Vorab jedoch noch ein paar allgemeine Fakten zu Mothers Finest:
Was ist Mothers Finest?
Mothers Finest ist ein Anbieter für frisch gekochtes Bio-Essen, das speziell auf die Bedürfnisse von Müttern rund um Schwangerschaft, Wochenbett und Stillzeit ausgerichtet ist. Die Idee dahinter ist aus einer ganz persönlichen Erfahrung entstanden, denn Gründerin Kerstin Seidl hatte nach ihren ersten fünf Kindern selbst kein richtiges Wochenbett erlebt. Sie weiß also aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn man eigentlich Ruhe und gutes Essen bräuchte, aber beides im Alltag mit einem Neugeborenen zu kurz kommt.
So entstand Mothers Finest. Die Gerichte werden aus Bio-Zutaten frisch zubereitet und anschließend so verpackt, dass sie gekühlt mindestens drei Monate haltbar sind. Man kann sie also schon vor der Geburt bestellen und hat dann im Wochenbett etwas im Kühlschrank, das man nur noch erwärmen muss. Es gibt verschiedene Kraftsuppen, Eintöpfe und vollwertige Hauptgerichte, darunter auch vegetarische und vegane Varianten.
Was ich außerdem schön finde, ist, dass Mothers Finest auch soziale und ökologische Aspekte im Blick hat. Bei der Zubereitung der Speisen arbeitet das Unternehmen mit Gut Hohenfried zusammen, einer Einrichtung, die Menschen mit erhöhtem Assistenzbedarf begleitet und ihnen Arbeitsmöglichkeiten bietet.
Auch bei der Verpackung wird auf Nachhaltigkeit geachtet: Das Essen kommt in hochwertigen, wiederverwendbaren Gläsern statt in Einwegverpackungen. Die Gläser kann man nach dem Essen ganz einfach weiterverwenden, zum Beispiel zur Aufbewahrung von Lebensmitteln oder für andere Dinge im Haushalt.
Mehr über die Geschichte und die Idee hinter Mothers Finest kannst du hier auf der Website des Unternehmens nachlesen.
Jetzt aber zu meinem Praxistest:
Meine Erfahrungen mit der Mothers-Finest-Wochenbettbox
Als erstes hat mich die Unternehmens-Mail nach der Bestellbestätigung zum Schmunzeln gebracht. Darin heißt es…
…eigentlich ist heute ein ganz normaler Tag… hätte ich heute Morgen auf dem Weg in die Küche den Klapperstorch nicht gesehen…
Ich wusste es! Eine neue Mama ist in der Einflugschneise, nämlich Du Liebe…
Sofort rief ich in der Küche an, die Öfen müssen geheizt werden, Oliver mein Küchenchef verkündete sofort die frohe Botschaft, ich hörte Applaus und Fanfaren im Hintergrund…
So nett formulierte Nachrichten bekommt man doch selten von einem Online-Shop (Reminder an mich: Bestellbestätigungen in meinem Shop neu formulieren! ;-)).
Das Paket kam dann ein paar Tage nach der Geburt meiner Tochter an. Die Gläser wurden mit wiederverwendbarem Cool Pack gekühlt verschickt und mit dem Hinweis, die Speisen nach Erhalt zeitnah in den Kühlschrank stellen zu lassen (oder auch einzufrieren).
Das Unterbringen der vielen großen Gläser im vollen Kühlschrank war dann gleich mal eine Herausforderung für meinen Mann! 😀 Aber da meine Tochter in der wohl heißesten Woche des Jahres geboren ist, kamen wir nicht drum rum (im Winter wäre vielleicht auch der Balkon eine Option).
Da ich Vegetarierin bin, durfte ich die Wochenbettbox Lactosefrei & Vegetarisch testen. Sie enthält folgende sieben Gerichte (die man auch einzeln bestellen kann):
- Sadhana – Bio-Grünkernbolognaise (0,5 Liter) mit 250g Quinoa
- Linsley – Bio-Linsenbolognese (0,5 Liter) mit Bio-Vollkorn-Reis-Fusilli
- Coco de mer – Bio-Kokos-Wok-Gemüse (1 Liter)
- Laib-Speise – Rotes Bio-Linsencurry (1 Liter)
- Frauen Power – Bio-Süßkartoffel-Ragout (1 Liter)
- Purple Rain – Bio-Rote-Bete-Ragout (1 Liter) mit Vollkornreis
- Mutter Erde – Bio-Gemüseeintopf mit Gerstengraupen (1 Liter)

Da wir das Glück hatten, dass meine Mutter nach der Geburt unserer Tochter für eine Woche bei uns war und auch frisch und lecker für uns gekocht hat (ganz lieben Dank!), wollte ich mir die Speisen für die Zeit danach aufheben.
Dann habe ich jedoch festgestellt, dass ja mittags, wenn ich Hunger habe, in der Regel auch der Rest der Familie Hunger hat (Überraschung!) und mein Mann daher sowieso was zu Essen kochen muss. Irgendwie hatte ich da vorher gar nicht so richtig drüber nachgedacht, ehrlich gesagt.
Mothers Finest wirbt zwar mit extra großen 1-Liter Portionen, die auch wirklich satt machen, aber natürlich nur die hungrige Mama und nicht mehr Familienmitglieder. Wobei ich auch sagen muss, nach dem Gericht Mutter Erde, das ich sehr lecker fand (und durch das ich übrigens Gerstengraupen kennengelernt habe), hat bei mir trotzdem noch locker ein vegetarischer Döner reingepasst! 😉
Für mich hat sich im Laufe des Wochenbetts deshalb gezeigt, dass es vor allem darauf ankommt, wie die eigene Familiensituation aussieht. Wenn mein Mann sowieso für die Kinder und sich selbst kocht, kann ich natürlich einfach mitessen. Dann ist eine zusätzliche fertige Mahlzeit für mich persönlich weniger hilfreich.
Anders sieht es aus, wenn man als Mama alleine zu Hause ist, der Partner tagsüber arbeitet oder man sich ohnehin unterschiedlich ernährt. Dann ist es eine echte Erleichterung, sich unabhängig von den anderen schnell eine fertige Mahlzeit aufwärmen zu können, ohne selbst kochen zu müssen.
Wie schmeckt das Wochenbettessen?
Als erstes habe ich mir das Frauen Power Gericht warm gemacht, sobald sich dann eine gute Gelegenheit ergab. Das war sehr lecker und hat mir richtig eingeheizt, sodass ich ins Schwitzen kam – aber es war natürlich auch Hochsommer.
Das Purple Rain Gericht mit Rote-Bete-Ragout (oben rechts) war ebenfalls sehr lecker, nur etwas nachsalzen musste ich. Ich bin zwar normalerweise nicht soo der Fan von Vollkornreis, aber bei dieser Mahlzeit hat er mich überhaupt nicht gestört – im Gegenteil, der war wirklich gut!
Auch das Kokos-Wok-Gemüse und das Linsencurry waren fein und von der Menge her gut passend. Für meinen Geschmack hätte beides ebenfalls etwas salziger sein können, aber nachsalzen ist ja kein Problem…
Wie ich mir schon gedacht hatte, habe ich die zwei Mahlzeiten, bei denen Nudeln und Quinoa noch extra dazu gekocht werden mussten, als letztes gemacht. Die Idee hinter den Wochenbettboxen ist ja, möglichst keinen weiteren Aufwand damit zu haben. Denn ich möchte sie ja gerade dann essen, wenn ich keine Zeit zum Kochen habe. Und in dem Fall schreckte mich dann auch schon Nudeln oder Quinoa kochen müssen ab. 😉
Dafür waren beide Gerichte dann etwas größere Portionen. Die Vollkorn-Reis-Fusilli mit Linsen Bolognese waren sehr lecker und schmeckten für mich auch nicht so stark nach Vollkorn wie andere Vollkornnudeln.
Das Quinoa-Gericht habe ich schließlich erst vor ein paar Tagen, also Ende Oktober (4 Monate nach der Geburt!) zubereitet, als ich ein paar Tage mit meinem Baby alleine war. Auf jeden Fall kann ich bestätigen, dass die Grünkernbolognaise immer noch frisch und lecker geschmeckt hat – und nachsalzen musste ich diesmal auch nicht. Für die Menge Quinoa wäre jetzt die doppelte Menge Bolognese (also ein großes Glas) cool gewesen, aber so hab ich das restliche Quinoa am nächsten Tag als Salat mit Gurke, Paprika und Feta gegessen. War auch lecker. 🙂
Mein Fazit: Für wen lohnt sich Mothers Finest?
Die Gerichte waren alle richtig lecker! Manche hätten etwas stärker gewürzt sein können, aber das ist ja Geschmackssache und nachsalzen geht ja wie gesagt immer.
Die Kraftsuppen stelle ich mir in der kalten Jahreszeit ganz besonders wohltuend vor.
Bedenken sollte man vor der Bestellung der Wochenbettboxen, dass man im Kühlschrank Platz für viele große Gläser haben muss! Wobei sie bei den meisten Mamas ja vermutlich auch schneller aufgebraucht sind als bei mir. (Ich hab die schönen Gläser übrigens alle behalten und nutze sie jetzt für den Lebensmittelvorrat.)
Alles in allem habe ich mich sehr über das Testpaket gefreut und die Gerichte wirklich genossen! Ich finde die Idee hinter Mothers Finest nach wie vor ganz wundervoll und würde das Angebot besonders Erstlingsmamas ans Herz legen, die im Wochenbett alleine zu Hause sind. Oder für Paare, bei denen sich der Mann sowieso anders ernährt oder sich eben dann noch sein extra Essen kocht. Denn gerade dann ist es Gold wert, wenn man sich einfach schnell etwas Leckeres und Gesundes warm machen kann.
Mothers Finest als Geschenk zur Geburt
Ich finde, frisch gekochtes Essen fürs Wochenbett ist eine richtig sinnvolle Geschenkidee für eine Freundin, die in dieser Zeit wenig Unterstützung hat.
Besonders praktisch finde ich den Gutschein von Mothers Finest: Du kannst den Betrag selbst bestimmen und die beschenkte Mama sucht sich in Ruhe die Gerichte aus, die ihr schmecken und zu ihren Bedürfnissen passen.
Hier findest du die Geschenkgutscheine von Mothers Finest und weitere Informationen zum Wochenbettessen als Geschenk.
