Mit dem heutigen Artikel möchte ich eine neue Rubrik auf meinem Blog eröffnen. Und zwar möchte ich hier ab sofort auch anderen Müttern die Gelegenheit bieten, ihre Gedanken und Impulse an euch weiterzugeben. Ich finde es immer wieder bereichernd, von verschiedenen Sichtweisen zu lesen und sich davon inspirieren zu lassen. Gerade die Vielfalt ist das Schöne und jede Familie muss am Ende einfach schauen, was sich für SIE richtig und gut anfühlt. Wenn auch du deine Gedanken zu einem bestimmten Thema mit uns teilen möchtest, melde dich gerne bei mir.

In diesem Gastartikel erzählt euch Melinda ihre Gedanken zum Thema „kindergartenfrei“. Melinda habe ich in einem meiner Familien-Gemeinschaftsurlaube kennengelernt, doch lest selbst ihre kurze Vorstellung:

Ich bin Melinda und 35 Jahre alt. Mit meiner kleinen Familie, die noch aus meinem Mann und unserem 3 jährigen Sohn „Boo“ besteht, leben wir in einer Großstadt.

Wir sind der Natur sehr nah und wohnen auch am Waldrand. Im Wald verbringen wir unzählige Stunden und entdecken immer wieder etwas, dass uns begeistert. Die Schönheit der Natur ist unbeschreiblich!
Dennoch sind Boo und ich gerne in der City unterwegs und nutzen den Luxus von Infrastruktur, Imbissen an jeder Ecke und Menschentrubel, wo wir nur hingucken.

Ich finde es beschneidend mich auf einen oder einige wenige Begrifflichkeiten festzulegen, die unseren Lifestyle treffend beschreiben. Ob alternativ, bindungsorientiert, bedürfnisorientiert, öko. Es gibt so viele Schnittpunkte und wiederum gehen wir unseren eigenen Weg.

Viel Spaß beim Lesen! Eure Melinda

Unser „Weg der Liebe“

Da mein Kleiner kürzlich drei Jahre alt geworden ist, werde ich zunehmend mit der Frage konfrontiert, ob er in den Kindergarten gehe. Die Reaktionen auf mein knappes „Nein“ waren zu meiner Überraschung bisher überwiegend positiv. Aber das war nicht immer so, wenn es um unseren Weg ging.

Unser „Weg der Liebe“ wie ich ihn gerne nenne, habe ich für mich als den heilenden Weg entdeckt. Er ist ausschließlich von Liebe gefüllt und bestimmt unser Handeln als Familie.

Denn davon bin ich tief überzeugt:

„Ich glaube an die Liebe als einziges Heilmittel.“

Mahatma Gandhi

Nein, es war uns nicht von Anfang an klar, dass wir mit unserem Kind kindergartenfrei leben werden. Nicht einmal kitafrei hatten wir uns damals vorgenommen.
Wir lebten uns in unser neues Leben ein und als der Zeitpunkt näher rückte und wir unsere Widerstände wahrnahmen, fühlten wir ein klares NEIN!
Eine Trennung fühlte sich für mich und für uns als kleine Familie nicht gut an, das war (und ist es noch heute) Grund genug für mich NEIN zu sagen.

Meine Gedanken vertieften sich und ich stellte mir unter anderem die Frage, wie zwei Betreuer in einer Einrichtung mit 25 Kindern meiner Selbstbetreuung als Mama gerecht werden können?

Überhaupt nicht! Ich liebe mein Kind bedingungslos und er steht in keinem stetigen Wettkampf um meine Aufmerksamkeit bei einer 1:1 Betreuung.
Mein Kind fühlt sich mit mir wohl und sicher. Ich bin sein sicherer Hafen, in welchem er sich zu jeder Zeit seinen Schutz holen kann. Wenn es mal Tränen gibt, bin ich stets erreichbar und kann ihn in genau diesen Momenten trösten.

Meine Erreichbarkeit meinem Kind zu gewährleisten ist mir besonders wichtig. Darunter ist nicht zu verstehen, ihm den ganzen Tag die Hand zu halten und ihn nicht aus den Augen zu lassen. Sondern ihm die Möglichkeit zu geben, sich aus der natürlichen Abnabelung heraus selbstbestimmt seinen Sicherheitsradius zu erweitern. Braucht er Schutz und Sicherheit, bin ich erreichbar.

Von Freundschaften und Toleranz

Und ich fragte mich auch das: Wird mein Kind auch Freundschaften haben?

Wieso denn nicht?! Kinder gibt es doch nicht nur im Kindergarten. Selbst die Kinder, die in den Kindergarten gehen, sind nachmittags erreichbar, um sich zu treffen. (Außer die, die den ganzen Tag im Kindergarten sind.)

Um genau hier die Erreichbarkeit und Freundschaft miteinander zu verbinden, finde ich es wichtig sich ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, mich nicht ausschließlich auf Gleichgesinnte zu fokussieren.

Anfangs habe ich genau das getan und fühlte mich oft einsam, da mir alle in meinem Umfeld so gewaltvoll erschienen und ich Zuflucht und Verständnis brauchte.
Allerdings weiß ich heute, dass Abweichungen sein dürfen, da sonst die Isolation drohen kann. Abweichungen empfinde ich mittlerweile als sehr bereichernd, da sich daraus auch für mich immer neue Erkenntnisse ergeben. Und bedingungslose Akzeptanz lebe ich auch leidenschaftlich meinem Kind vor.

Ich bin immer für mein Kind da!

Um wieder auf mein anfängliches Gedankenspiel zurück zu kommen: Ja, ich fragte mich auch, ob ich meinem Kind auch ohne Kindergarten alles bieten kann, was es braucht.

Und auch hier ein ganz klares und überzeugtes: JA!

Ich habe mich mit meiner kleinen Familie bewusst für unseren Weg der Liebe entschieden, den wir ganz bedacht gehen. Ich freue mich jeden Tag mein Kind um mich zu haben und jede Entwicklung zu erleben. Ich lebe jede Entwicklungsphase intensiv und begleite jedes Gefühl! Ich bin stets da, um ihm seine Grundbedürfnisse zu erfüllen und ihn auch mit Freude zu „verwöhnen“.

„Beziehung und Verbundenheit ist der Schlüssel für eine klare und liebevolle Begleitung unserer Kinder.“

Gordon Neufeld in „Unsere Kinder brauchen uns“

Es sind solch kurze Jahre, in denen mein Kind sich intensiv entwickelt und seine Sicherheit und sein Selbstwert so zart ist, wie niemals sonst in seinem Leben. Gerade die ersten Jahre sind die entscheidendsten Jahre als Fundament eines jeden Menschen.
Und genau diese wertvolle Zeit möchte ich nicht verpassen!

Gerne schreibe ich in meinen folgenden Artikeln weiterhin über das kigafreie Alltagsleben mit meinem 3-Jährigen und nehme euch auf meine Gedankenreisen mit.

Habt es gut, ihr Lieben!
Eure Melinda

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Gut ist das, was sich auch gut anfühlt: Kindergartenfrei!

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