Heute mal ganz praktisch.
In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du durch Optimierung deiner Arbeitsschritte beim Kochen auch aufwendige Gerichte schneller auf den Tisch bringst.
Der Hintergrund ist: Ich koche sehr gern abwechslungsreich und probiere neue Rezepte aus, daher stehe ich mittags häufig eine Stunde oder länger in der Küche. Das ist mit Kleinkindern natürlich eine Herausforderung. Nicht selten komme ich in Stress, weil zwischendurch Windeln gewechselt oder Kinder getröstet bzw. unterhalten werden müssen. Natürlich ist die beste Lösung die Kinder beim Kochen miteinzubeziehen, aber das ist ja auch nicht immer möglich. Wenn es dir also ähnlich geht, profitiere von meinen Erfahrungen.

Kochen
Mit der richtigen Vorbereitung kocht sich’s entspannter!

1. Erstelle einen Kochplan

Wenn du dich häufig mit der Frage quälst: „Was soll ich denn heute schon wieder kochen?“, empfehle ich dir, einen Wochen-Kochplan zu erstellen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Nerven und Geld. Denn wenn du schon morgens (oder am Vortag) weißt, was du mittags kochen wirst, kannst du manche Schritte schnell mal zwischendurch machen. Zum Beispiel einen Teig, der noch gehen muss oder im Kühlschrank ruhen muss oder Bohnen, die über Nacht eingeweicht werden müssen. So schiebt sich das Mittagessen nicht nach hinten, weil du zu spät angefangen hast alles vorzubereiten. Außerdem kannst du dir zusätzliche Einkaufswege sparen, weil doch noch was für‘s Mittagessen fehlt. Durch die genaue Planung werden im Kühlschrank auch weniger Lebensmittel schlecht.

Es gibt viele Möglichkeiten,wie so ein Kochplan aussehen kann. Natürlich kannst du dich einfach am Tag vor deinem Wocheneinkauf hinsetzen und dir 7 Gerichte aufschreiben. Mir fällt das aber manchmal schwer, daher habe ich mir einen umfangreicheren Plan erstellt, um abwechslungsreich und lecker zu kochen. Meinen Kochplan biete ich dir hier zum kostenlosen Download an. (Bitte beachte: Da ich Vegetarierin bin, ist der Kochplan natürlich auch vegetarisch ausgerichtet.)

Es gibt Tage, an denen hast du mehr Zeit und kannst sie nutzen, um dir durch Vorbereitung zukünftig Arbeitsschritte zu sparen.

2. Bereite die Salatsauce gleich in größeren Mengen vor, sodass sie für ein paar Tage reicht.

Ich liebe Salat, aber manchmal bin ich einfach froh, wenn das Hauptgericht fertig ist und habe dann weder Lust noch Zeit, auch noch einen Salat anzurichten. Wenn die Salatsauce schon fertig ist, klappt es viel eher doch noch!

Noch schneller geht es natürlich mit Tipp Nr. 3:

3. Wasche direkt den ganzen Salatkopf und bewahre ihn in einer Tupper im Kühlschrank auf.

So musst du nicht jedes Mal neu anfangen mit Salat putzen und schleudern.

Das gilt natürlich auch für andere Zutaten.

4. Wenn du gerade Zeit hast, schneide direkt eine größere Menge an Gemüse und bewahre sie in Tuppern im Kühlschrank auf.

5. Stelle gepressten Knoblauch im Schraubglas bereit.

Ich mag gern ein bisschen Knoblauch am Essen. Aber den erst mal zu schälen und pressen und dann wieder die Knoblauchpresse abspülen, wo ich sowieso nur ganz wenig davon brauche? Oft lass ich es dann doch sein. Daher mein Tipp: Einfach eine große Menge Knoblauch pressen und in etwas Öl und Salz in einem kleinen Schraubglas aufbewahren. Ist gut haltbar und schnell einsatzbereit!

Und wo wir schon beim Knoblauch sind:

6. Du kannst die Knoblauchzehe auch einfach mit Schale pressen. So geht die Reinigung der Knoblauchpresse schneller.

Vorsicht: Es spritzt ein bisschen mehr.

Machen wir direkt bei der Reinigung weiter:

7. Schon beim Kochen ans Abspülen denken!

Manche Dinge lohnt es sich sofort nach Benutzung wieder abzuspülen oder zumindest schon mal in Wasser einzuweichen: Reiben, Knoblauchpresse, Holzkochlöffel, Spätzlesschaber, Teigschüsseln… so sparst du dir nachher viel Arbeit, weil sie gar nicht erst antrocknen.

8. Koche die doppelte Menge und friere einen Teil ein. Oder verwende einen Teil anderweitig am nächsten Tag.

Zum Beispiel: Große Portion Nudeln kochen und am nächsten Tag Nudelauflauf oder Nudelsalat daraus machen.

9. Kaufe bereits geriebenen Käse, für Tage, an denen es schneller gehen muss.

Das ist gar nicht unbedingt teurer (was ich lange nicht wusste)! Und gerade am Schluss des Kochens, wenn eigentlich nur noch schnell der Käse über den Auflauf oder die Pizza gestreut werden muss, ist die Geduld meiner Kinder häufig am Ende. Dann bin ich froh, wenn’s schnell geht.

10. Nutze Allesschneider/Mixer.

Jetzt noch eine Produktempfehlung: Seit ein paar Monaten besitze ich diesen kleinen Gemüseschneider (Affiliate-Link), mit dem man ruck zuck Zwiebeln, Knoblauch, Gemüse, Schokolade, Nüsse… klein hacken kann (manuell). Natürlich gibt es ähnliche Geräte von anderen Marken (wer mehr ausgeben mag, kauft z.B. direkt den Thermomix). Ich finde den Allesschneider für kleine Gemüsemengen sehr praktisch und vor allem ist er auch schnell zu säubern.

11. Arbeite mit scharfen Messern.

Ja, das ist nichts neues, aber aus leidlicher Erfahrung kann ich es nicht oft genug sagen. Auf youtube gibt es Anleitungen, wie du deine Messer selber schärfen kannst. Ansonsten lass es jemanden machen, der sich damit auskennt. Kochen macht so viel mehr Spaß, wenn deine Messer scharf sind. Und schneller geht es natürlich auch.

Bonus-Tipp: Arbeite an deinen Schneidetechniken und überlege, ob du dir andere (größere) Messer zulegen solltest. (Wenn du das tust, bist du mir einen Schritt voraus ;-))

Hast du noch andere Tipps parat? Dann würde ich mich riesig freuen, wenn du sie in den Kommentaren mit mir teilen magst.

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