Es gibt ja eine Unmenge Bücher über die Themen Eltern werden und sein und das Internet ist sowieso voll von schlauen Tipps und Blogs. Als Mutter kann einen diese Vielzahl zwar einerseits bereichern, aber sie kann einen auch stark verunsichern. Mir ging es selbst nicht anders, auf meinem Weg ins Leben als Mutter. Ich las viel und informierte mich, um möglichst alles von Anfang an richtig zu machen mit meinem ersten Kind. Mal hatte ich das Gefühl es läuft ganz gut, dann wiederum fühlte ich mich schlecht, weil ich es nicht besser machen konnte. Letztere Gedanken kamen vor allem dann, wenn wieder viel Einfluss von außen auf mich wirkte. Mit diesem Artikel möchte ich dir meine Grundeinstellung verdeutlichen, die hinter all meinen Blog-Texten steht.

Hör auf dein Bauchgefühl!
Hör auf dein Bauchgefühl!

Vielleicht bist du hier, weil du schwanger bist und von Anfang an, alles richtig machen willst. Oder das zweite (dritte…) Kind ist im Anmarsch oder schon da und du willst jetzt erst recht alles besser machen. Darum möchte ich dir direkt sagen: Ich werde dir nicht DEN perfekten Weg zeigen. Jedes Kind ist einzigartig, genauso wie jede Mutter einzigartig ist, darum sind Pauschalrezepte nicht angebracht.

Hör auf deinen Bauch!

Egal, was du liest oder hörst:  folge an erster Stelle deinem Bauchgefühl. Dein Baby war 9 Monate in deinem Bauch. Warum sollte also jemand anderes besser wissen, was es braucht und was ihm gut tut, als du?

Du bist keine bessere oder schlechtere Mutter, weil du deine Kinder erziehst oder nicht erziehst, sie mit Plastik- oder Stoffwindeln wickelst, sie in die Kita gibst, oder selbst betreust. Am Ende zählt immer, dass es sich für euch als Familie gut anfühlt. Außerdem sind es häufig nur Teilaspekte, die darüber entscheiden, in bestimmte Schubladen gesteckt zu werden. Was bringt es, sein Kind selbst zu betreuen, wenn man zu Hause Strafen und Gewalt einsetzt? Du kaufst zwar kein Bio-Essen, aber versuchst dich an gewaltfreier Kommunikation? Was ist jetzt besser? Du trägst nicht und stillst nicht, aber die Bindung zu deinem Kind kann trotzdem besser sein, als die einer stillenden und tragenden Mutter. Verstehst du was ich meine?

Lass die Leute reden!

Jetzt überleg‘ mal: wie viele deiner Sorgen/Ängste/Probleme im Bezug auf deine Schwangerschaft oder Kinder würden sich in Luft auflösen, wenn du nicht ständig von außen Kommentare hören würdest, wie du dies oder jenes zu tun hast? (Einflüsse von anderen oder den eigenen Eltern, dem Partner, Ärzten, Freunden, oder sogar fremden Menschen auf der Straße.)
Natürlich beziehe ich auch meinen Blog in das „außen“ mit ein, schließlich gebe auch ich hier viele Tipps und Erfahrungen weiter.

Mein Anliegen mit diesem Blog

Aber da du diesen Blog liest, nehme ich an, dass du trotzdem den Ehrgeiz hast, dein Familienleben so gut wie möglich zu wuppen und noch Hilfe oder Anregungen dafür suchst.

Dann möchte ich dich gerne auf deinem Weg begleiten und dir Impulse zu meinen Herzensthemen mitgeben.

Angebote.

Vorschläge.

Aber nicht Vorschriften!

Und es liegt allein an dir, ob du diese Angebote annimmst, ob du darüber schmunzelst, oder sie gar total abwegig für dich sind. Das wichtige ist, dass du beim Lesen Spaß hast und ständig reflektierst und dann nach dem Lesen sortierst, welche Gedanken hilfreich für dich sind und welche nicht (oder vielleicht erst später).

Mal als Beispiel: Wenn ich ein Buch lese, das neue Ansätze vertritt und fesselnd geschrieben ist, dann passiert es mir leicht, dass ich denke: „Oh, das klingt ja alles total toll und einfach! Das mach ich jetzt auch so!“

Und dann geht der Alltag weiter.

Anfangs denke ich noch öfter darüber nach, versuche Dinge umzusetzen und dann werde ich vielleicht frustriert, weil ich es nicht schaffe. Und dann kommt schnell wieder das Gefühl: „Ich sollte es besser machen. Ich möchte doch eine bessere Mutter werden!“

Um noch konkreter zu werden: Als meine Tochter 2 Jahre alt wurde, machte ich mir immer mehr Gedanken zum Thema Erziehung. Doch in welche pädagogische Richtung ich gehen wollte, wusste ich noch nicht. Ich wusste, ich mag keine Gewalt und keine Strafen oder Drohungen, sondern eine liebevolle Erziehungsmethode. Aber ob das jetzt nach Pikler, Waldorf oder Montessori gehen soll? Und was gibt es noch alles für Pädagogiken, die ich noch gar nicht kenne? Dann hörte ich von der Unerzogen-Haltung und dachte erst, das wäre genau mein Ding. Also versuchte ich in einigen Situationen umzudenken und sie entspannter zu sehen. Das half mir in vielen Bereichen. Aber in anderen fühlte es sich einfach nicht authentisch an. So praktizierte ich einen Mix aus Erziehung und nicht-Erziehung. Dann hörte ich ein Video von einer Schülerin Jesper Juuls, deren Grundaussage war: Wie du es machst, ist eigentlich egal, hauptsache du bist KLAR in dem, was du machst.

Wumms.

Und wieder fühlte ich mich verunsichert. In meinem Inneren war gar nichts klar! Ich wusste einfach noch nicht, welches der richtige Weg für uns war. Ich konnte mich nicht entscheiden zwischen all den verschiedenen Richtungen.

Die einen versuchen so gut wie möglich zu erziehen, die anderen veranstalten einen Wettstreit darin, wer am wenigsten erzieht.

Und ich irgendwo mittendrin. Nirgends schien ich so richtig dazuzugehören.

Irgendwann kam dann so nach und nach mein Bauchgefühl zurück.

Und ich merkte: Es ist OK so. Ich muss mich nicht entscheiden oder irgendwo dazugehören.

Und im Grunde geht es vielen Müttern so wie mir, es wird nur häufig nicht erwähnt.

Das Leben ist ständige Veränderung und Entwicklung. Mit all seinen Höhen und Tiefen.

Denk mal an dein Krabbelkind, das immer wieder versucht, sich hinzustellen und die ersten Schritte zu machen. Mit welcher Beharrlichkeit und Freude versucht es immer wieder aufs neue zu laufen!

So eine Einstellung sollten wir als Erwachsene mal haben. „Hinfallen – Krone richten – wieder aufstehen!“

Fehler machen gehört halt dazu.

Also: Sei einfach du selbst. Versuche nicht besser zu sein.

Du bist die perfekte Mutter für dein Kind.

Und vermittele auch deinem Kind die Sicherheit, dass es genau richtig ist, wie es ist.

Wenn du merkst, dass du dich durch andere leicht verunsichern lässt, versuche mehr Kontakt zu ähnlich gesinnten Müttern zu finden, die dich darin bestärken deinen eigenen Weg zu gehen.

Mein Anliegen mit diesem Blog ist es, meine Erfahrungen weiterzugeben und damit neue Impulse für dich zu schaffen. Nimm dir mit, was du gebrauchen kannst und lass mich gerne über die Kommentarfunktion wissen, was dich bewegt.

Es ist mir wichtig, diese Gedanken voranzustellen.

Ich hoffe, du hast jetzt einen klareren Eindruck von der Intention dieses Blogs und freue mich, wenn du weiterlesen und mit mir in Kontakt bleiben magst.

Danke und alles Gute für dich!

Deine Sophie

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Vom Wunsch eine perfekte Mutter zu sein (Mein persönliches Blog-Vorwort)
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