Für alle, die in den aktuellen Zeiten Auswanderungsgedanken hegen, oder sich einfach fragen, wie es sich in anderen Ländern als Familie lebt, gibt es heute mal wieder einen tollen Erfahrungsbericht. Sarah lebt mit ihrer Familie auf Kreta und hat einen Gastartikel für meine Serie „Erzählcafé: Bindungsorientiertes Familienleben“ geschrieben, in der verschiedene Mamas aus ihrem Leben berichten und damit wertvolle Impulse für andere Eltern geben. Wenn du auch Lust hast, mal einen Erfahrungsbericht für meinen Blog zu schreiben, melde dich gern bei mir.

Die bisher erschienenen Artikel dieser Reihe sind:

Sarah ist Sonderpädagogin und lebt seit 1,5 Jahren im Süden Kretas: Ihr Mann ist Grieche und die beiden haben ihre Elternzeit genutzt, um zu schauen, ob sie den Absprung nach Kreta schaffen. Nun leben sie mit ihrer kleinen Familie, Katzen, Hunden und Hühnern auf einem kleinen Grundstück in Strandnähe. Von dort aus betreibt Sarah einen Blog zu den Themen Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung und Rückbildung.

bedürnisorientiert leben auf Kreta

Bindungs- und bedürfnisorentierte Erziehung scheint in unserer Gesellschaft nach und nach einen immer höheren Stellenwert einzunehmen. Spätestens, seitdem die “Artgerecht”-Bücher für viele (werdende) Mamas zur Standardlektüre zu werden scheinen, erreicht das Thema immer mehr Menschen – vor allem junge Familien.

So wie die meine!

Als meine Tochter geboren wurde, stand für mich vollkommen außer Frage, dass wir von Anfang an all ihren Bedürfnissen Beachtung schenken würden – nicht immer all ihren Wünschen vielleicht, denn spätestens nach dem ersten Lebensjahr können diese doch sehr mit unseren eigenen Bedürfnissen kollidieren. Und nicht selten sind Wunsch und Bedürfnis eines Kindes nicht unbedingt deckungsgleich. Etwa dann, wenn ein übermüdetes Kleinkind unbedingt fernsehen oder noch einmal vor die Tür gehen möchte.

Wie dem auch sei: Für uns war klar: Liebevoll, bedürfnisorientiert, bindungsorientiert. So würde unser Zusammenleben mit Kind aussehen.

Unsere Tochter kam in Herdecke zur Welt – in einer anthroposophischen Klinik. Nach Kreta gingen wir erst drei Monate später. Und ich hätte nicht gedacht, dass kulturelle Unterschiede so groß sein können und dass bindungsorientierte Elternschaft an anderen Orten so normal gelebt wird! Was nicht heißt, dass hier, in Griechenland, alles wunderbar wäre. Aber dazu später mehr.

Unsere Zeit in Deutschland

Zunächst waren wir in Deutschland gestärkt durch unsere persönliche Meinung und die großartige Unterstützung in unserer Geburtsklinik (Die übrigens absolut nicht selbstverständlich ist! Wenn du dich an eine Haus- oder Geburtshausgeburt nicht heranwagst oder sie – wie in meinem Fall – leider nicht möglich ist, dann lohnt sich eine Suche nach alternativ ausgerichteten Krankenhäusern.).

Das war gut!

Aber bald schon kam es zu Kommentaren aus dem Familien- und Bekanntenkreis, die mich bis heute fassungslos machen.

Angefangen hat es damit, dass behauptet wurde, mein Kind fordere schon sehr viel Aufmerksamkeit ein. Bedenke, wir waren nur die ersten drei Monate überhaupt in Deutschland. Wir sprechen also von einem kleinen Baby, dessen Schreien nie ignoriert wurde. Mehr nicht.

Als dann nach außen ersichtlich wurde, dass unsere Tochter bei uns im Bett schläft, schlossen sich weitere Bemerkungen an: “Die ist ja schon ganz schön verwöhnt!”.

Und dass das Tragen von einigen Menschen nicht gerne gesehen wurde, brauche ich wohl nicht zusätzlich erwähnen, oder? 🙂 Verwöhntes Kind eben…

Diese Kommentare kamen nie von meinen eigenen Eltern – zum Glück. Aber aus der Familie. Die Krönung war für mich erreicht, als mir ein junger Mann erklärte, man müsse die Babys schreien lassen, sonst würden sie sich das ein Leben lang merken und immer wieder alles einfordern, was sie haben wollen.

Kennst du solche Kommentare? Ich weiß von vielen Freundinnen, dass sie sich ebenfalls gegen Bemerkungen dieser Art behaupten mussten. Und wenn nicht das, dann doch zumindest gegen den leicht süffisanten Gesichtsausdruck mancher anderer Mütter, welche ihre Einjährigen bereits ins neue Zimmer ausquartiert hatten, während ihre eigenen Kleinkinder noch immer jede Nacht ins Familienbett krabbelten.

Nun… ich möchte euch gerne einen Einblick geben in eine andere Realität: Denn nicht überall ist es so!

Bindungsorientierte Elternschaft in Griechenland:

In Griechenland begegnen uns zwei Extreme. Ich nenne den unerfreulichen Teil zuerst, denn hier ist vieles gut – aber nicht alles!

Leider ist es nämlich so, dass die Geburtshilfe in Griechenland irgendwo in den 70er Jahren steckengeblieben sein muss. Und dazu gehören nicht nur merkwürdige Rituale wie das Rasieren der Frau und die Rückenlage bei der Geburt. Dazu gehört auch, dass viel zu schnell zugefüttert wird und Neugeborene viel zu oft von Eltern getrennt werden. Nicht akzeptabel!

Aber es gibt eine große Kluft zwischen dem, was in Griechenland aufgrund seiner merkwürdigen politischen Strukturen vorgeschrieben wird – und dem, was in privaten Haushalten passiert. Denn hier findet das wahre Leben statt und wer das Land bereits einmal besucht hat, der weiß, warum Griechenland berühmt ist für seine Offenheit, Herzlichkeit und Gastfreundschaft!

Wir kamen also hier an und gingen nach und nach ins Gespräch mit anderen jungen Müttern.

Und ich habe bisher keine gefunden, die ihr weinendes Baby ignoriert hätte.

Fast alle Babys schliefen bei Mama im Bett. Und das auch weit über das eigentliche Baby-Alter hinaus.

Dass unser mittlerweile Zweijähriges mit in unserem Bett schläft, wundert auch niemanden.

Kinder haben in Griechenland einen anderen Stellenwert. Hier auf Kreta wird ein schreiendes Baby selten mit einem genervten Blick behelligt. Im Gegenteil: Die meisten der Menschen hier zeigen aufrichtige liebevolle Zuwendung, sobald ein Baby weint. Und jedes Kleinkind, das auf der Straße herumläuft, wird winkend begrüßt. Spielende Kinder werden mit einem Lächeln betrachtet, nicht mit gerümpfter Nase.

Selbst Jugendliche – die bei uns nicht selten “zu cool” sind – winken meiner Tochter und sprechen sie an.

Dies zeigt schon, dass das Baby an sich, als Lebewesen, als Teil der Gesellschaft, anders verstanden wird als es bei uns teilweise der Fall ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass kleine Kinder und Babys bis spätabends mit in den Tavernen sind und dort einfach neben den Eltern schlafen.

Die deutsche Struktur und Ordnung gibt es hier nicht. Diese wird ersetzt durch bindungsorientierten Umgang mit den Babys und Kindern. Es ist weniger wichtig, ob das Kind nun um 19 Uhr seine Zähne geputzt und einen Pyjama anhat. Wichtiger ist, dass es, egal wo es ist, Sicherheit hat und bei seinen Eltern sein kann.

Zugegeben, das driftet auch manches Mal etwas ab in Richtung Laissez-faire. Aber im Grunde darf man sich fragen, ob das nicht auch in Ordnung ist: Ich habe in Deutschland noch nie so freie, fröhliche Kinder gesehen, wie hier. Jedoch sind hier die Bedingungen auch ganz andere:

Warum ist das so?

Ich bin keine Soziologin und kann an dieser Stelle nur Vermutungen anstellen. Folgende Punkte haben in meinen Augen einen großen Einfluss auf den Umgang der Menschen hier untereinander:

  1. Die Geschichte des Landes bzw. der Insel Kreta: Griechenland ist nicht so weit entwickelt wie Deutschland. An vielen Orten Kretas gab es noch vor wenigen Jahren keinen Strom und fließend Wasser. Gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfe waren wichtig. Vielleicht hat auch dies Einfluss darauf, wie herzlich und bedürfnisorientiert mit den Jüngsten umgegangen wird. Wichtiger ist aber wahrscheinlich noch ein ganz anderer Punkt:
  2. Das Klima: In einem warmen Land findet das Leben mehr draußen als drinnen statt. Hierdurch sind die Menschen tatsächlich viel weniger fokussiert auf Regeln und Strukturen innerhalb des Hauses. Was möglicherweise auch dazu führt, dass es nicht besonders viele Menschen interessiert, ob ihr durch euren bedürfnis- und bindungsorientierten Umgang mit euren Kindern vielleicht weniger strikte Abläufe habt – denn zu denen kommt es ja unweigerlich, wenn man des Babys Bedürfnis nach Nähe über die eigenen Ideen von perfektem Zubettgeh-Zeiten stellt! Letztere gibt es hier nämlich im Grunde kaum: Insbesondere im Sommer findet ein Großteil des Lebens einfach abends statt: Wenn die Hitze des Tages langsam einer angenehmen Abend-Kühle weicht, sind viele Kleinkinder und Babys bis um Mitternacht mit ihren Eltern draußen unterwegs. So sind viele Menschen hier recht entspannt, was die Schlafenszeiten angeht. Und so kommt es, dass es vollkommen normal ist, wenn dein Kind einmal noch nicht müde ist und du es einfach eine oder zwei Stunden länger zu dir nimmst, um mit ihm zu spielen oder zu stillen – statt zu versuchen, es in sein Bettchen zu zwingen.
  3. Die Wohnsituation: Die Häuser hier sind kleiner. Und das hat auch einen Grund: Das Wetter ist fast jeden Tag schön. Du brauchst als Familie keine 120 Quadratmeter. Offen gestanden: Unser Haus hat 45 Quadratmeter! Man rückt näher zusammen: So ist es eigentlich automatisch das Sinnvollste, das Baby nah zu sich zu nehmen und sich erst im Laufe der Zeit Gedanken darüber zu machen, wie sich ein kleiner Anbau mit Kinderzimmer oder ein Umzug in eine größere Wohnung bewerkstelligen lässt. Vom häufig zu beobachtenden deutschen Perfektionismus fehlt hier jede Spur. Und so erübrigt sich dann oft die Frage, ob das Baby nun nah bei den Eltern schlafen darf, oder nicht. Denn, wo es ohnehin eher etwas klein ist, da schlaffen auch alle näher beieinander.
  4. Weniger Verkopftheit: Die Menschen hier kommen mir weniger verkopft vor. Es ist weniger wichtig, ob Frieda von nebenan es so macht, oder so. Es ist auch weniger wichtig, ob schon vor der Geburt des Babys alles perfekt vorbereitet ist! Es wird nicht alles bis ins kleinste Detail durchdacht – das führt manches Mal zu sehr eigenwilligen Gegebenheiten, die sich vor allem in architektonischen Eigenwilligkeiten wiederspiegelt (Seltsamste Straßenführungen, unfertige Projekte…), aber in Bezug auf den Umgang mit Kindern hat es eben auch Vorteile: Die Menschen gehen mit viel mehr Bauchgefühl an den Umgang mit ihren Babys heran – und das ist sicherlich in vielen Fällen besser, als alles mehrfach zu hinterfragen und sich über jede Erziehungsfrage den Kopf zu zerbrechen bzw. andere Menschen Einfluss darauf nehmen zu lassen.
  5. Die finanzielle Situation: Dass Griechenlands Wirtschaft nun nicht gerade blüht, dürfte jeder wissen. Tatsächlich ist es so, dass viele Familien gerade genug haben, um irgendwie über die Runden zu kommen. Es muss viel gearbeitet werden und Luxusgüter lassen sich oft gar nicht erst beschaffen. Das viele Arbeiten führt leider auch manchmal dazu, dass Kinder mehr auf sich selbst gestellt sind – es ist eben nicht alles gut, auch hier nicht. Jedoch ergibt sich, dadurch, dass ein (finanziell) sorgenfreies Leben in Griechenland kaum jemandem beschert ist, dass auch eine Konzentration auf das Wesentliche stattfindet. Dieser Umstand zeichnet sich in verschiedensten Bereichen ab: Weniger Zeit, Ratgeber zu lesen, weniger Geld für Kinderzimmer, weniger Nachdenken über Bilderbuch-Inneneinrichtungen und viele andere Dinge, die uns Deutsche so beschäftigen.

    Das zieht Nachteile mit sich, ganz klar. Aber es scheint mir, als sei einer der Vorteile, dass durch diese Situation auch Herzlichkeit entsteht. Durch gegenseitiges Helfen, durch das oben bereits genannte Zusammenrücken im Haus, durch weniger verkopftes Handeln. Daraus ergibt sich, dass das Baby oft im Elternbett schläft, Nachbarn und Freunde einander viel in der Betreuung unterstützen und die Gefühle und Bedürfnisse der Kinder eher emotional befriedigt werden, als materiell.

Welche Aspekte bindungsorientierter Erziehung kommen besonders zum Tragen?

  1. Stillen nach Bedarf und so lange, wie es gefällt: Hier ist es wirklich absolut normal, dass Frauen ihre Kleinkinder noch stillen. Es kann sehr gut sein, dass die Meinung hierüber bei älteren Griechen eine andere ist! Aber innerhalb meiner “Vergleichsgruppe” junger Eltern ist es absolut normal, dass Kinder beim Stillen weder einem Plan folgen, noch frühzeitig abgestillt werden. Ich habe hier noch nie von einer Mutter gehört, sie wolle nach 6 Monaten abstillen – in Deutschland dafür sehr oft.
  2. Reaktion auf Emotionen von Babys und Kleinkindern: Kinder sind beliebt – ein schreiendes Baby ist kein Störfaktor, sondern ein Grund für Zuwendung! Noch nie sind mir so viele Menschen begegnet, die ein weinendes Baby mit-trösten wollten (Ob man das mag, ist eine andere Sache 😀 ).
  3. Schlafen im Elternbett und körperliche Nähe: Sehr, sehr viele Babys und Kleinkinder schlafen bei Mama und Baby im Bett – oder wenigstens im gleichen Raum. Außerdem wird immer dann Nähe hergestellt und reagiert, wenn das Baby weint – ein Ignorieren dessen habe ich noch nie gesehen.
  4. Emotionen wird viel Raum gegeben: Ein Kind, das traurig oder wütend, gefrustet oder laut ist, das darf es auch sein! Die wenigsten Menschen hier kommen auf die Idee, dieses Verhalten „abbrechen“ zu wollen. Emotionale Äußerungen und starke Gefühle werden viel mehr akzeptiert, als anderenorts.
  5. Die eigenen Bedürfnisse: Ich beobachte, dass viele Menschen auch eine sehr saubere Abgrenzung ihrer eigenen Gefühle und Bedürfnisse schaffen: So dürfen die Gefühle der Kinder und ihre Gefühle zwar viel Raum einnehmen, jedoch werden die eigenen Bedürfnisse der Eltern dabei nicht vergessen: Es ist mehr ein Miteinander, gesteuert von Herzlichkeit und Bauchgefühl.

Also alles super?

Nein, bei weitem nicht! Mir fällt zwar stark auf, dass viele Dinge hier der Mentalität und der Umstände halber anders – und besser – laufen, als bei uns. Jedoch ist es nicht so, dass dadurch alle Probleme verschwinden:

Gedankenlosigkeit und Unbeschwertheit liegen nah beieinander. Und so werden oft auch Bedürfnisse und Rechte von Kindern vergessen: Besonders bemerkbar macht sich das vor allem, wenn wir auf körperliche Bedürfnisse schauen: Die zur Gesunderhaltung von Kindern wichtigen Grundmaßnahmen, die wir kennen (Zum Beispiel eine gute Zahnhygiene, Sicherheitsvorkehrungen wie Fahrradhelme oder gesunde Ernährung) geraten ins Hintertreffen. Denn wo Kinderbetten und eigene Zimmer keine große Rolle spielen, weil vielleicht kein Platz da ist und wo Eltern weniger Zeit haben, sich wirklich eingehend zu informieren, da finden eben auch wichtige Dinge weit weniger Beachtung.

Und, was hier tatsächlich wenig zu sehen ist, sind Baby-Tragen und Tragetücher. Dass dies an der Hitze liegt, kann ich mir nur bedingt vorstellen, sind doch andere, weitaus heißere Länder, Paradebeispiele für das Dauer-Tragen von Babys, selbst während der Arbeit. Dennoch wird ein weinendes Baby nicht ignoriert oder im Wagen gelassen, sondern aufgehoben und bekuschelt. Und Tragebabys sind gern gesehen, darüber zu wundern scheint sich auch niemand – Tragen ist also eine recht neutrale Angelegenheit.

Eine Sache, die in Griechenland alles andere als bindungs- und bedürfnisorientiert läuft, ist das Gesundheitssystem. Denn ein Frühgeborenes wird, ebenso wie andere Babys und Kleinkinder mit der Notwendigkeit für eine Operation oder Intensivbehandlung, von der Mutter getrennt! Ein Besuchen des Kindes wird nicht zugelassen. Somit ignoriert ein ganzes Land die Erkenntnisse über die wichtigen Funktionen des Ermöglichens frühkindlicher Bindung! Das macht mich – offen gestanden – fassungslos.

Diese und eine Reihe weiterer Aspekte, die ich nun hier nicht im Detail aufführe, zeigen deutlich, dass hier vieles sehr toll, manches aber dennoch nicht gut funktioniert! Lernen können wir von kretischen Eltern dennoch einiges.

Fazit

Durch mein Leben hier sehe ich viele Aspekte der Kindererziehung heute ganz anders! Und manche haben an Bedeutung gewonnen.

Was wir von den Griechen lernen können, ist sicherlich, manchmal nicht zu verkopft zu sein, unserem Bauchgefühl zu vertrauen, starke Gefühle von Kindern anzunehmen, statt sie zu fürchten. Außerdem die Bedürfnisse des Kindes insgesamt mehr in den Mittelpunkt zu stellen, ohne unsere eigenen dabei zu übergehen – denn all das machen die meisten griechischen Eltern von allein, ohne darüber viel nachzudenken!

Dennoch sollten wir nicht gedankenlos sein und wichtige Pflegemaßnahmen (ich erinnere an die Zahnhygiene) und gesundheitlich wichtige Aspekte nicht vergessen.

Ich denke, dass beide Kulturen voneinander profitieren könnten! Das sehe ich bei meinem Mann und mir: Während ich viele deutsche Werte vertrete, auf Sicherheit und Gesundheit achte und mich viel informiere, ist mein Mann die Ruhe selbst, ausgeglichen, sehr liebevoll und ein kleines bisschen laissez-faire.

Und eines habe ich ganz sicherlich gelernt: Es ist vollkommen egal, ob Freunde, Bekannte, Tanten, Onkels, Omas und Opas es so oder so machen und wie ihre Einstellung letztlich aussieht! Denn es gibt so viele unterschiedliche Wege für einen liebevollen Umgang – und wir alle haben das Recht, den besten für uns und unsere Kinder aus all den vielen herauszuarbeiten und so jeden Tag aufs Neue die bestmögliche Version unserer selbst für unsere Kinder sein zu können – bestenfalls bedürfnisorientiert, versteht sich. 🙂

Bedürfnisorientiert leben auf Kreta | Erzählcafé: Bindungsorientiertes Familienleben Teil 6

Ein Kommentar zu „Bedürfnisorientiert leben auf Kreta | Erzählcafé: Bindungsorientiertes Familienleben Teil 6

  • 2021-09-18 um 09:28
    Permalink

    Super spannender Artikel und interessant eine andere Sichtweise zu bekommen! Außerdem total schön geschrieben und kurzweilig! 🙂

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