Heute mal wieder eine kleine Do-it-yourself-Anleitung für dich: Vielleicht hast du schon gehört, dass man sich aus Kastanien ein Waschmittel selber machen kann. Aber hast du es auch schon ausprobiert? 😉

Da gerade wieder die richtige Zeit ist, um Kastanien zu sammeln (deine Kinder helfen sicher gerne!), erzähle ich dir jetzt, wie ich das mit dem Waschmittel genau mache.

Waschmittel aus Kastanien

Kastanien-Waschmittel – warum überhaupt?

Die Rosskastanie gehört zu den Seifenbaumgewächsen und enthält, wie es schon im Namen steckt, Saponine. Das sind seifenähnliche Substanzen, die in Verbindung mit Wasser schäumen und Verschmutzungen lösen können. Der Nachteil an normalen Waschmitteln ist, dass sie häufig ziemlich viele Chemikalien, Mikroplastik und Bleichmittel enthalten, die der Umwelt, aber auch unserer Gesundheit, schaden.

Das Waschmittel aus Kastanien ist dagegen vollkommen biologisch abbaubar, und noch dazu umsonst!

Waschmittel aus Kastanien selber machen – so geht’s:

1. Kastanien sammeln

Für eine Wäscheladung brauchst du etwa 5 bis 6 Kastanien. Wasche sie zunächst gut ab.

2. Kastanien zerkleinern

Als erstes müssen die Kastanien zerkleinert werden, was gar nicht so einfach ist (je älter die Kastanien sind, desto schwieriger).

Du kannst sie entweder mit dem Nussknacker öffnen und mit dem Messer in kleine Stücke schneiden, oder du haust ein paar mal mit dem Hammer drauf.

Tipp: Packe die Kastanien in einen alten Stoff(beutel), damit sie nicht in alle Richtungen fliegen und hämmere dann kräftig darauf herum.

3. Kastanien in Wasser einweichen

Die Stücke von 5-6 Kastanien legst du jetzt in ein Glas und gibst ca. 300ml Wasser dazu. Jetzt müssen die Kastanien einige Stunden eingeweicht werden, am besten über Nacht. Die Flüssigkeit wird milchig, weil sich die in der Kastanie enthaltenen Saponine lösen und es beginnt zu schäumen.

4. Kastanienstücke abgießen

Nach der Einweichzeit werden die Kastanienstücke mit einem Sieb herausgesiebt und dein Kastanien-Waschmittel ist bereit zum Einsatz.

Mit Waschmittel aus Kastanien waschen

Du kannst das wie oben beschrieben hergestellte Flüssigmittel für 1-2 Wäscheladungen nutzen, einfach ganz normal ins Waschmittelfach geben und ausprobieren. Normal verschmutzte Wäsche wird damit problemlos sauber. Wenn dir die Waschkraft nicht ausreicht, kannst du dem Kastanienwasser noch 2 EL Soda beimischen.

Eine Mama in meinem Telegramkanal hat das Kastanien-Waschmittel auch oft für die Stoffwindelwäsche eingesetzt. Sie schreibt: „Funktioniert gut bei Kochwäsche, bzw. je heißer man wäscht.“

Hinweis: Bei rein weißer Wäsche solltest du die Kastanien nur geschält verwenden!

Die Wäsche riecht nach dem Waschen mit Kastanien-Waschmittel vollkommen neutral. Wenn du magst, kannst du 1-2 Tropfen Lavendelöl dazugeben.

Achtung: Da der Sud nach ein paar Tagen kippt, lieber nicht zu viel auf Vorrat ansetzen, sondern besser immer wieder frisch herstellen.

Wenn du statt Flüssigwaschmittel ein länger haltbares Pulvermittel herstellen magst, schau dir mal den Blogartikel bei smarticular.net an: Kastanienpulver selber machen für viele Anwendungen

Kastanien-Waschmittel für Faule oder wenn’s schnell gehen muss:

Du kannst auch einfach die Stückchen von ca. 3 Kastanien in einen gut zugeknoteten Strumpf stecken und diesen mit in die Waschmaschine werfen. 😉

 

Hast du schonmal ausprobiert, mit Kastanien zu waschen? Wie sind deine Erfahrungen damit? Oder welches andere selbstgemachte Waschmittel nutzt du? Vielleicht Efeu? (Ja, das klappt auch!) Erzähl es uns gerne in den Kommentaren!

Waschmittel aus Kastanien selber machen – Anleitung
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2 Kommentare zu „Waschmittel aus Kastanien selber machen – Anleitung

  • 2022-09-28 um 19:32
    Permalink

    Dieses Jahr mach ich das, klingt ja super easy! Danke!! Ich hab hunderte Kastanien von vor 2 Jahren noch Zuhause. Geht das damit auch (die lassen sich halt so gut schälen!)?

    Antworten
    • 2022-09-29 um 09:10
      Permalink

      Was die Waschkraft angeht, geht es sicherlich. Aber schwierig wird es vermutlich sie zu zerkleinern oder? Sind die nicht bockelhart?
      Grüße Sophie

      Antworten

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