In den Supermärkten stapeln sich zur Zeit wieder die Osterangebote und mittendrin meist kleine Plastiktüten voller Plastik- oder Papier-Ostergras. Ich finde es absurd, dass es scheinbar wirklich Leute gibt, die sich künstliches Gras kaufen und damit ihre Wohnung dekorieren. Es ist ja schön, sich etwas Frühling in die Wohnung zu holen, aber warum nicht einfach echtes Gras dafür nutzen? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um es mit den Kindern gemeinsam zu säen!

Warum eigentlich Ostergras?

In meinem Waldorfkindergarten haben wir früher jedes Jahr vor Ostern Ostergras gesät und ich finde diesen Brauch so schön, dass ich beschlossen habe, ab diesem Jahr ebenfalls mit meinen Kindern vor Ostern Ostergras zu säen. Die Kinder können es täglich wässern und dabei zusehen, wie die Halme immer größer werden, so wir auch die restliche Natur zu dieser Zeit wieder zu sprießen beginnt und alles wieder grünt und blüht. Der Frühling ist wieder da!

Das Ostergras kann in der Wohnung als dekorativer Frühlingsgruß aufgestellt werden, auf einem Jahreszeitentisch oder einfach auf dem Fensterbrett. An Ostern könnt ihr es auch als Osternest nutzen und ein paar kleine Naschereien oder kleine Hasen aus Wolle für die Kinder darin verstecken.

Und wie könnt ihr Ostergras selber ziehen?

Ganz einfach! Ihr braucht dafür nur ein paar Weizenkörner und eine Schale oder ein Blumentopfuntersetzer mit etwas Erde. Theoretisch bräuchtet ihr nicht einmal Erde, der Weizen keimt auch in der Tonschale (mit Wasser-Ablaufmöglichkeit) oder auf Watte, aber ich finde es mit Erde hübscher und naturgetreuer. Die Weizenkörner werden aber nicht in die Erde eingegraben, sondern einfach oben drauf gestreut. Damit die Körner beim Gießen nicht weggeschwemmt werden, nutzt am besten eine Sprühflasche dafür. Es sollte auch keine Staunässe geben, da der Weizen sonst schimmeln kann.

Einmal täglich dürfen die Kinder den Weizen nun einsprühen/gießen und schon nach ein paar Tagen können sie beobachten, wie er keimt und wie das Gras täglich größer wird.

Am besten sät ihr das Ostergras etwa 10-14 Tage vor Ostern.

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr aus Zweigen auch noch eine schöne Umrandung für die Tonschale basteln, sodass sie schon jetzt aussieht, wie ein kleines Osternest. Oder ihr malt die Schalen vorher außen bunt an.

Und was passiert mit dem Ostergras nach Ostern?

Wenn ihr das Ostergras nicht mehr braucht, könnt ihr es zum Beispiel ernten und als Weizengrassaft trinken, das soll sehr gesund sein. Hier im Blog wildkrautgarten findet ihr eine Beschreibung für diesen Zweck.

Vielleicht habt ihr ja auch eine Katze, die sich über ein wenig „Katzengras“ freut und gern darauf herum kaut.

Oder aber ihr pflanzt es in ein Beet in eurem Garten. Dann können die Kinder den Wachstum des Weizens noch weiter verfolgen, bis hin zur Ernte der neuen Getreidekörner im Sommer. Vielleicht habt ihr ja Lust, das neu geerntete Getreide in kleine besondere Stoffsäckchen zu füllen, die dann aufbewahrt werden, bis im nächsten Jahr vor Ostern daraus wieder Ostergras gesät wird?

Ich wünsche euch viel Spaß beim Umsetzen dieses Oster-Brauchs mit euren Kindern!

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Ostern mit Kindern: Ostergras selber ziehen – so geht’s!
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